PLAN-Industriefahrzeug GmbH & Co. KG
Hersteller innerbetrieblicher Transportsysteme

Gleiswagen für Schwerlasten bis 100 t

Industrie Schienenwagen für den innerbetrieblichen Einsatz

Schwerlast-Gleiswagen sind ideal für den innerbetrieblichen Transport auf definierten Strecken. Sie eignen sich für den Quertransport ohne Kranbahn ebenso wie für automatische Zielfahrten. Für alle Lasten von 5 bis 100 t und darüber hinaus als Sonderbau, die sicher transportiert und positioniert werden müssen.

Die Steuerung wird je nach Anwendung durch Mitgänger mit Steuerflasche mit Drucktastern, Zielsteuerung mit automatischer Abschaltung oder Funkfernsteuerung ausgeliefert. PLAN Gleiswagen enthalten je nach Steuerungsart Auffahrsicherung, Not-Aus-Taster, Schaltbügel, Druckwellenleisten sowie akustische und/oder optische Sicherungen.

Weitere Optionen:

  • Gezogene Gleiswagen ohne eigenen Antrieb
  • Für besondere Einsätze ist Druckluftantrieb oder ein Verbrennungsmotor möglich

Spurweiten, Radsätze und Schienen

Standard ist die Normalspur mit 1.435 mm; Schmalspurkonfigurationen mit 900 oder 1.000 mm sind etabliert. Sonderweiten sind uneingeschränkt möglich, weil die Achskonstruktionen im Werk individuell aufgeschweißt und eingemessen werden. Als Räder kommen Stahlräder mit Spurkranz nach DIN zum Einsatz. Ab 50 t werden Raddurchmesser und Schienenprofil anhand der maximal zulässigen Radsatzlast von Hallenboden und Unterbau berechnet — gängige Profile sind S18, S24, S30 oder UIC60.

ParameterAusführung
Spurweite1.435 mm Normalspur · 900 / 1.000 mm Schmalspur · Sonderweiten möglich
RadStahlrad mit Spurkranz nach DIN · Raddurchmesser z. B. 300–500 mm ab 50 t, abhängig von der zulässigen Radsatzlast
SchienenprofilS18 · S24 · S30 · UIC60 — Auswahl nach Radsatzlast
KurvenStarrachser benötigen große Radien; bei engen Kurven werden Drehgestelle verbaut
Weichen & Drehscheibenbefahrbar, sofern das Spurkranzprofil auf das vorhandene Netz abgestimmt ist

Elektro Gleiswagen batteriebetrieben

Eckdaten

  • Lasten von 5 bis 100 t, darüber hinaus als Sonderbau
  • Batterieantrieb für freie Verfahrbarkeit — auch über Hallenwechsel und verzweigte Netze mit Weichen
  • Unbegrenzte Streckenlänge, da autark

Elektro Gleiswagen netzbetrieben

Eckdaten

  • Lasten von 5 bis 100 t, darüber hinaus als Sonderbau
  • Drehstromantrieb mit Einspeisung über Federkabeltrommel für definierte Fahrstrecken
  • Wirtschaftlich sinnvoll bei Strecken von 30 bis 80 m

Automatische Zielfahrten: Positionen und Genauigkeit

Für automatische Zielfahrten wird die Wegstrecke über Inkrementalgeber am Rad, Laser-Distanzmessung oder Barcode-Bänder erfasst. Programmierbar sind theoretisch unbegrenzt viele Positionen, typisch im Werk sind 5 bis 20 Stationen. Die Anfahrgenauigkeit liegt je nach Sensorik bei ±2 bis ±5 mm — eng genug, um Bauteile an definierten Übergabepunkten abzusetzen.

Batterie oder Federkabeltrommel — was sich für welche Strecke rechnet

Die Federkabeltrommel ist mechanisch stabil und wirtschaftlich bei Strecken von etwa 30 bis 80 Metern. Der Batterieantrieb ist dagegen unabhängig von der Streckenlänge und lohnt sich überall dort, wo Kabel im Weg wären: bei Hallenwechseln, verzweigten Netzen und Weichen.

Geschwindigkeit, Steigfähigkeit und Bauhöhe

Die Fahrgeschwindigkeit liegt regelbar zwischen 2 und etwa 6 km/h. Bei Stahl auf Stahl ist die Steigfähigkeit physikalisch begrenzt: PLAN legt Gleiswagen für Steigungen bis 2 % aus — höhere Werte erfordern eine gesonderte Auslegung von Antrieb und Bremse. Flach bauende Schienenfahrzeuge erreichen eine Ladeflächenhöhe von etwa 500 bis 800 mm, weil Achsen, Getriebe und gegebenenfalls Hubzylinder darunter Platz finden müssen. Ein echtes Unterfahren wie bei einem AGV erfordert eine Sonder-Flachbauweise.

Gleiswagen oder Schienenwagen?

Beide Begriffe bezeichnen dasselbe Fahrzeug: einen Schienen-Transporter für den innerbetrieblichen Verkehr. „Gleiswagen" ist die PLAN-Produktbezeichnung, „Schienenwagen" der gebräuchliche Oberbegriff — gemeint ist in beiden Fällen ein Fahrzeug, das auf werksseitig verlegten Schienen Lasten bis 100 t und mehr bewegt.

Referenzprojekte

Häufige Fragen zum Gleiswagen

Bis zu welcher Last kann ein Gleiswagen transportieren?
Standardmäßig bis 100 t; darüber hinaus fertigt PLAN Sonderbauten. Nach unten beginnt der Bereich bei 5 t — die genaue Auslegung richtet sich nach der Aufgabe.

Gleiswagen oder Schienenwagen — wo liegt der Unterschied?
Es ist dasselbe Fahrzeug. „Gleiswagen" ist die PLAN-Produktbezeichnung, „Schienenwagen" der gebräuchliche Oberbegriff für Schienen-Transporter im innerbetrieblichen Einsatz.

Wie wird ein Gleiswagen mit Strom versorgt?
Batteriebetrieben für freie Verfahrbarkeit oder netzbetrieben über Drehstrom und Federkabeltrommel für definierte Strecken. Es gibt außerdem gezogene Ausführungen ohne eigenen Antrieb; Druckluft- und Verbrennungsmotor sind für besondere Einsätze möglich.

Kann ein Gleiswagen vollautomatisch fahren?
Ja. Automatische Zielfahrten werden über Inkrementalgeber, Laser-Distanzmessung oder Barcode-Bänder realisiert — typisch sind 5 bis 20 Stationen bei einer Anfahrgenauigkeit von ±2 bis ±5 mm.

Welche Spurweiten sind möglich?
1.435 mm Normalspur, 900 oder 1.000 mm Schmalspur. Sonderweiten sind uneingeschränkt möglich, da die Achsen im Werk individuell gefertigt und eingemessen werden.

Wie wird der Gleiswagen in ein bestehendes Schienennetz integriert?
Das Spurkranzprofil wird vorab auf das vorhandene Netz abgestimmt — auf Herzstücke und Zungenvorrichtungen. Weichen und Drehscheiben sind dann problemlos befahrbar. Raddurchmesser und Schienenprofil richten sich nach der zulässigen Radsatzlast des Unterbaus.

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